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Werkvertrag statt Arbeitsvertrag

Arbeitnehmer nehmen für eine Anstellung oft einiges in Kauf. So kommt es schon mal vor, dass ein Arbeitnehmer auf seinen sozialen Schutzstatus verzichtet, weil er von seinem Arbeitgeber statt eines Arbeitsvertrages nur einen Werkvertrag angeboten bekommt.

Geschieht dies über Jahre hinweg, obgleich er weisungsgebunden und mit regelmäßigen Arbeitszeiten arbeitet und fest in die Unternehmensstruktur eingebunden ist, handelt es sich um einen eindeutigen Verstoß gegen das Arbeitsrecht.

Ein solcher Fall wurde am 25.09.2013 (Az. 10 AZR 282/12) vom Bundesarbeitsgericht zugunsten des Arbeitsnehmers entschieden, der auf eine unbefristete Übernahme geklagt hatte, nachdem er in vier Jahren insgesamt 10 Werkverträge mit einer Landesbehörde unterzeichnet hatte.

Filesharing am Büro-Computer

Illegales Filesharing kann teuer werden, nicht nur am privaten PC. Auch am Arbeitsplatz sollten Arbeitnehmer keine Musik oder Filme herunterladen, sharen oder streamen, da dies zur fristlosen Kündigung sowie zur strafrechtlichen Verfolgung führen kann.

Allerdings muss der Arbeitnehmer eindeutig beweisen können, dass der Mitarbeiter für das Filesharing verantwortlich ist.

So urteilte das Landesarbeitsgericht Hamm am 23.04.2013 (Az. 1 Ca 1139/12), dass die fristlose Kündigung eines Arbeitnehmers rechtswidrig war, weil der Arbeitgeber nicht ausschließen konnte, dass der PC auch von anderen Mitarbeitern benutzt worden war.

Mobbing: Anspruch auf Entschädigung entfällt bei Untätigkeit

Leider kommt es immer wieder vor, dass Arbeitnehmer von ihrem Vorgesetzten gemobbt werden.

In solchen Fällen besteht Anspruch auf Schmerzensgeld, allerdings nur dann, wenn der Arbeitnehmer nicht zu lange mit der Klage wartet.

Sowohl das Arbeitsgericht als auch das Landesarbeitsgericht Nürnberg wiesen daher am 28.10.2013 (Az. 5 Sa 525/11) die Klage eines Arbeitnehmers zurück, der nach seiner Kündigung im Jahr 2010 seinen früheren Arbeitgeber wegen Mobbings verklagt hatte.

Angeblich wurde er bereits seit 2006 von seinem Chef schikaniert, wofür er nun ein angemessenes Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 10.000 Euro forderte.
Die Richter entschieden, dass ein Anspruch auf Entschädigung inzwischen verjährt sei, da der Arbeitnehmer zu lange mit seiner Klage gewartet habe.

Mobbing-Opfer sollten daher umgehend tätig werden und sich an eine Beratungsstelle oder einen Arbeitsrechtanwalt wenden.

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