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Rückenprobleme, stickige Luft und mehr können Folgen unzureichend ausgestatteter Büroräume sein. Um Arbeitnehmer nicht der Büro-Willkür einiger Arbeitgeber auszusetzen hat die Bundesregierung einige Vorgaben getroffen, wie ein Büro auszusehen hat und was es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten muss. Auf eine Einhaltung der Regelungen haben Angestellte ein Recht.

Ergonomieratgeber

Beispiel Callcenter: 70 Menschen arbeiten gemeinsam in einem einzigen Großraumbüro. Klar, dass da besondere Anforderungen an die Räumlichkeiten bestehen, um beispielsweise eine stetige Versorgung mit Frischluft zu sichern. Damit sich die Angestellten weniger auf einer Legebatterie und mehr in einem ordnungsgemäßen Arbeitsumfeld befinden hat der Staat Gesetze erlassen, welche die maximale Belegung von Großraumbüros vorschreiben.

Laut der Regelung muss jedem Angestellten ein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden der zwischen acht und zehn Quadratmetern groß ist. Die genaue Größe orientiert sich an der Ausstattung des Büros. Wenn Wert auf weitere technische Geräte, Platz für direkten Kundenkontakt und mehr gelegt werden soll, dann darf die Arbeitsfläche durchaus größer ausfallen. Für Großraumbüros muss die Fläche außerdem per se noch einmal größer ausgestattet werden.

Ergonomie im Fokus

Generell gilt, dass die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die Arbeit unter menschenwürdigen Verhältnissen ermöglichen müssen. Wenn etwa viel Büroarbeit und das damit verbundene Sitzen erforderlich ist, dann muss Wert auf qualitativ hochwertige Büroeinrichtung gelegt werden. Stühle sollten höhenverstellbar und anpassbar sein. Ergonomie ist bei Büromöbeln ein entscheidender Faktor.

Für die optimale Gesundheit im Büro gibt es deshalb einige Hinweise, wie ein gesunder Bildschirmarbeitsplatz auszusehen hat. So sollte die Tischplatte mindestens eine Größe von 160 mal 60 Zentimetern haben. Auf höhenverstellbare Schreibtische muss der Arbeitgeber beim Büromöbeleinkauf achten. Die Oberfläche sollte möglichst kratzfest sein und Reflexionen vermeiden. Der Monitor muss am Arbeitsplatz stets auf Augenhöhe positioniert sein. Arbeitnehmer können sich vor gesundheitlichen Problemen schützen, indem sie regelmäßig die Haltung am Aschreibtisch wechseln.

Richtige Benutzung des Bürostuhls

Angestellte müssen die gesamte Sitzfläche des Bürostuhls in Anspruch nehmen. Nur so ist gewährleistet, dass sie auch die Rückenlehne in Anspruch nehmen und so auch langfristig mit einem gesunden Rücken leben können. Empfohlen ist außerdem, die Wipptechnik des Stuhls möglichst oft zu nutzen, um sie regelmäßig zu bewegen. Die Armlehnen müssen auf eine passende Höhe eingestellt und auch genutzt werden. Verspannungen und Schmerzen können Arbeitnehmer vorbeugen, wenn sie eine maximale Sitzdauer einhalten und sich zwischendurch immer wieder bewegen.

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