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Der Arbeitsvertrag regelt das juristische Verhältnis der Vertragsparteien untereinander. Die Parteien werden hier als Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezeichnet. Grundlage für den Standard–Arbeitsvertrag bildet das jeweilige Gesetz. Im Arbeitsvertrag als solches, werden die Rahmenbedingungen für das jeweilige Arbeitsverhältnis in Schriftform festgehalten.

Ein Bestandteil des Arbeitsvertrages ist die Stellenbeschreibung. Hier wird festgehalten, um welches Aufgabengebiet es sich bei dem Arbeitsverhältnis handelt und welche Aufgaben dem Arbeitnehmer übertragen werden. Die Stellenbeschreibung kann sich im Laufe des Arbeitsverhältnisses ändern, ohne dass die Rechtswirksamkeit des Arbeitsvertrages infrage gestellt wird.

Im Arbeitsvertrag sind darüber hinaus auch alle Rechte und Pflichten der beiden Vertragsparteien festgehalten. Die meisten Arbeitsverträge sind heute auf eine bestimmte Laufzeit befristet. Fast immer beträgt der Fristzeitraum ein Kalenderjahr, danach kann der Arbeitsvertrag um eine Frist verlängert werden, ohne dass ein Rechtsanspruch auf den Fortbestand des Vertrages besteht. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass eine mehr als zweimalige Verlängerung nicht statthaft ist. Wurde der Arbeitsvertrag nicht gekündigt, geht der bislang befristete Vertrag in einen unbefristeten Arbeitsvertrag über.

Der Arbeitsvertrag enthält zudem die Absprachen zur Arbeitsvergütung und zum Urlaubsanspruch. Hierbei ist zu beachten, dass diese Punkte auch in den jeweiligen Tarifabschlüssen behandelt werden. Die im Arbeitsvertrag getroffenen Vereinbarungen gelten immer für beide Parteien. Sollten an dieser Stelle Regelungen getroffen werden, die ungesetzlich sind oder gar gegen die guten Sitten verstoßen, dann sind diese Vertragspunkte unwirksam und gelten als nicht getroffen.

Einen ebenfalls wichtigen Punkt innerhalb eines Arbeitsvertrages, stellt der Abschnitt der Kündigung dar. Wenn hier bestimmte Fristen aufgeführt sind, müssen diese für beide Vertragsparteien gelten. Die Standard–Arbeitsverträge werden meistens von kleineren Unternehmen oder Betrieben genutzt. Größere Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung erstellen nicht selten hauseigene Arbeitsverträge.

Wer als Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag von seinem Arbeitgeber erhält, sollte diesen vor der Unterschrift genau durchlesen. Im Zweifelsfall kann auch fachkundiger Rat bei einem Arbeitsrecht Anwalt oder einer Gewerkschaft eingeholt werden. Einen passenden Anwalt in Ihrer Nähe finden Sie im Anwaltsverzeichnis Deutschland. Hat man einen Arbeitsvertrag unterschrieben der Bestimmungen enthält, die gegen das Gesetz verstoßen, kann z. B. das Arbeitsgericht angerufen werden, um gegen den Vertrag zu klagen. Eine Klage sollte jedoch
immer der Ausweg sein. Hier sollte die Verhältnismäßigkeit der Mittel geprüft werden. In größeren Betrieben müssen die Gewerkschaftsvertreter oder der Betriebsrat zu allen arbeitsrelevanten Vertragsänderungen gehört werden.

Und wenn es mal schnell und unkompliziert sein muss: Holen Sie alle Prozessbeteiligten durch professionelle Telefonkonferenzen an einen Tisch.

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