Diese Seite teilen:

Gehälter von Beamten und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst sind schnell online einzusehen. Schwer kann nur die Unterteilung in Entgeltgruppen sein. Unter einem Tarifvertrag mit der Bezeichnung TVöD / TV-L / Bat wurde im Oktober 2005 eine Regelung für die Vergütung von Arbeitern im öffentlichen Dienst auf Grundlage von Entgeltgruppen geschaffen. Insgesamt unterteilen sich die Arbeiten im öffentlichen Dienst damit in 15 Kategorien, die unterschiedlich entlohnt werden.

Wie berechnen sich Entgeltgruppen?

Mit dem Beginn einer Arbeit im öffentlichen Dienst findet eine Sortierung in eine der Entgeltgruppen statt. Davon abhängig ist auch das fixe Gehalt. Zu welcher Entgeltgruppe der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin dann konkret gehört entscheidet sich anhand einiger Faktoren. Dazu gehören unter anderem Verantwortung, Bildungsgrad und Tätigkeiten. Wichtig ist außerdem die zukünftige Dienststelle, für die der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst vorgesehen ist.

Nicht verwechselt werden dürfen die Entgeltgruppen mit den sogenannten Entgeltstufen. Innerhalb jeder Entgeltgruppe gibt es wiederum mehrere Stufen, anhand derer sich das Gehalt bestimmt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steigen mit höherer Berufserfahrung auch in den Entgeltstufen auf. Nach einem Jahr im Dienst wird der Status auf Stufe 2 erhöht. Die Monatsgehälter sind dann online für Jedermann einsehbar.

Wer gehört zu welcher Entgeltgruppe?

Einfache Tätigkeiten oder Tätigkeiten für Beschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung gehören zu den Entgeltgruppen 1-4. Darunter sind unter anderem Jobs wie die Ausgabe beim Essen, die Aufsicht im Hallenbad und die Pflanzenbeschauerin zu finden. Letztere kann in Entgeltgruppe vier nach 15 Jahren Arbeit mit einem Monatsgehalt von 2.435,51 Euro rechnen. Das sind etwa 600 Euro mehr als bei Neueinstellung.

Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung werden in der Regel in die Entgeltgruppen 5-8 eingetragen. Dort sind Kinderpfleger, Callcentermitarbeiter, Altenpfleger und auch Fachinformatiker zu finden. Die Gehälter gehen nach 15 Jahren Arbeit nicht über 3.000 Euro im Monat. Aktuelle Durchschnittsgehälter sind auch beim Focus nachzulesen.

Deutlich höhere Verdienstmöglichkeiten befinden sich in den Entgeltgruppen 9 bis 12. Benötigt wird hier eine abgeschlossene Fachhochschulausbildung. Jobbeispiele sind Dolmetscher, Leiter einer IT-Abteilung und Lehrer. Die Gehälter nach 15 Jahren liegen bei etwa 4.600 Euro.

Über 5.000 Euro im Monat verdienen Beschäftigt mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulausbildung aus den Entgeltgruppen 13-15. Darunter zählen zum Beispiel Abteilungsleiter von Forschungsinstituten und leitende Ärzte im Krankenhaus. Ein etwas anderes Bild gibt allerdings der neue KarriereSPIEGEL, der sich die Einstiegsgehälter von Akademikern einmal genauer angesehen hat.

0 votes