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Wer möchte das nicht: Mehr Geld auf der Lohnabrechnung (brutto wie netto). Die Wirklichkeit trägt traurige Züge: Einerseits die steigenden Sozialabgaben, andererseits wird jede Einkommenssteigerung von der kalten Progression aufgezehrt. Vor allem Steuerpflichtige mit kleinem und mittlerem Einkommen sind betroffen. Es bedeutet, dass mehr Steuerpflichtige als früher durch Gehaltserhöhungen in den nächsthöheren Steuersatz rutschen und dass so der Staat einen Großteil des mehr verdienten Geldes einsackt.

Die heutige Einkommensgrenze von rund 52.000 Euro für den Spitzensteuersatz ist nur das 1,4-fache des Durchschnittseinkommens. 1958, als der Steuertarif eingeführt wurde, lag die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz beim zwanzigfachen des Durchschnittseinkommens. Das will das geplante Konjunkturpaket II zwar etwas abschwächen, aber: bereits jetzt sollten Arbeitnehmer alle Möglichkeiten nutzen, mehr netto vom Brutto herauszubekommen, wie etwa auf www.brutto-netto.com beschrieben. So sollte man etwa, anstatt von einer Gehaltserhöhung zu sprechen, bei der für den Arbeitgeber teure Sozialabgaben anfallen, nach zusätzlichen Leistungen fragen. Oder nach Kostenübernahme bzw. Zuschüssen für eine Tagesmutter oder den Kindergarten. Denn diese sind steuerfrei.

Weitere Sparmöglichkeiten gibt es bei den Fahrtkosten. Bis zu 44 Euro kann monatlich das Unternehmen übernehmen. Das reicht vielleicht für das Job Ticket. Mehr lässt die sogenannte Sachbezugsgrenze (schönes Wort) nicht zu. Die Fahrt mit dem eigenen Auto kann bis zu der Grenze von 44 Euro steuerfrei mit Benzingutscheinen vergütet werden. Der Fahrtkostenzuschuss ist pauschal versteuerbar. Hier fallen neben den 15 % der regulären Abgaben keine weiteren Sozialabgaben an. Kleine Sachprämien, die Sie von Ihrem Arbeitgeber für auflergewöhnliche Leistungen erhalten, bleiben bis 40 Euro steuerfrei.

Wenn die Firma etwas Nützliches anbietet, das Sie brauchen könnten: jährlich lassen sich 1080 Euro für Personalrabatte als Warengutscheine im Firmensortiment einlösen. Bis zu 20 % der monatlichen Telefonrechnung, jedoch nicht mehr als 20 Euro, können steuerfrei ersetzt werden. Bei höheren Summen wird beim Finanzamt ein entsprechender Nachweis fällig.

Was viele nicht wissen: Auch die Ausgaben für Kosten für Fitnesskurse kann Ihr Arbeitgeber steuerfrei für Sie übernehmen.

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