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Arbeitssicherheit ist einer der wesentlichen Aspekte, mit denen sich Arbeitgeber beschäftigen müssen. Ist kein ausreichender Arbeitsschutz gewährleistet können Strafen verhängt werden. Arbeitsunfälle gehen dann meist zum großen Teil auf Kosten des Arbeitgebers der neben seiner Vertrauenswürdigkeit gegenüber der Mitarbeiter im Zweifelsfall auch viel Geld verlieren kann. Die Herstellung adäquater Arbeitsbedingungen ist deshalb wesentliche Pflicht und darf nicht vernachlässigt werden.

Grundlage des Arbeitsschutzes ist die Vermeidung von Arbeitsunfällen oder die Eindämmung der Folgen eines solchen Unfalls. Wie genau Schutzmaßnahmen ausgestaltet werden müssen ist immer branchenspezifisch und abhängig von der zu verrichtenden Tätigkeit. In einigen Arbeitsgebieten gibt es gesetzliche Vorschriften, die es dringend zu beachten gilt. Kontrollen der Maßnahmen sind teils Standard. Auch im Vertrag mit Gewerkschaften können Regelungen enthalten sein, die den Arbeitsschutz betreffen. Wer diese Vorschriften nicht beachtet läuft Gefahr, in einem Rechtsstreit unterlegen zu sein.

Unterschiedliche Standards innerhalb der EU

Gerade größere Unternehmen, die Standorte in anderen Ländern aufbauen möchten müssen vorsichtig sein. Die Europäische Union hat mit den sogenannten Rahmenrichtlinien für Arbeitsschutz bestimmte Mindestanforderungen definiert, die in allen EU-Mitgliedsstaaten gelten. Dadurch soll verhindert werden, dass es zu Standortvorteilen und deren Ausnutzung kommt. Spezielle länderspezifische Bestimmungen können sich aber stark voneinander unterscheiden. Regelungen aus einem EU-Staat müssen in einem anderen nicht gelten. Professionelle Rechtsberatung bei der Eröffnung neuer Standorte von einem inländischen Arbeitsrechtanwalt ist deshalb ratsam.

Überwachung des Arbeitsschutzes

Ausgehend von den unterschiedlichen Richtlinien an den Arbeitsschutz innerhalb der Eu sind auch die Kontrollen der Einhaltung der Sicherheitsstandards länderspezifisch definiert. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es dazu ein duales System. Dieses wird auf der einen Seite durch die Aufsichtsbehörden der einzelnen Länder gebildet. Die Behörden arbeiten im Auftrag der zentralen Arbeitsschutzkommission. Zuständig sind außerdem die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Sollte es in der Vergangenheit vermehrt zu Arbeitsunfällen gekommen sein ist damit zu rechnen, dass diese Kontrollen besonders intensiv und wachsam ausgeführt werden.

Vermeidung von Lärm

Auch der Schallschutz gehört zu den Aspekten des Arbeitsschutzes. Gerade in Produktionshallen müssen Arbeitgeber für einen ausreichenden Lärmschutz sorgen. Dies kann beispielsweise durch Trennwände und Lärmschutzmauern geschehen. Arbeiter, die direkt mit Lärm in Kontakt kommen sollten dagegen spezielle Kopfhörer tragen, um ihre Ohren zu schützen. Um die Grenzwerte einhalten zu können, gibt es spezielle Messgeräte, sogenannte Hörtester. Weitere Infos finden Sie dazu im sonicshop.de.

Umgang mit Gefahrenstoffen

Besondere Vorsicht muss dann geboten sein, wenn Arbeiten mit chemischen, physikalischen oder biologischen Arbeitsstoffen anstehen. Die Gefahren solcher Stoffe sowie von Strahlung werden oft unterschätzt, da die unmittelbare Gefährdung nicht als solche erkennbar ist. Hier bedarf es vor allem einer gewissenhaften und professionellen Einarbeitung der Mitarbeiter, damit Unfälle vermieden werden können. Regelmäßig sollte betriebsintern kontrolliert werden, ob sich alle Arbeiter an die Vorschriften halten und Regelungen akkurat eingehalten werden. Sollte dies nicht der Fall sein können beispielsweise spezielle Schulungen und Weiterbildungen angeboten werden, die für besonders gefährdete Arbeitnehmer verbindlich während der Arbeitszeit stattfinden können.

Entscheidend im Umgang mit Gefahrenstoffen ist oftmals die Ausrüstung der beauftragten Arbeitskräfte. Regelmäßige Kontrollen sind auch hier wichtig. Dafür sollten professionelle Vertreter der Hersteller oder Fachkräfte engagiert werden. Veraltete Schutzausrüstung und Arbeitsgeräte sind eventuell unsicher und müssen beim kleinsten Verdacht auf Unzulänglichkeit ausgetauscht werden. Finanziell müssen Unternehmen die Kosten für Reparaturen und Ersatz unbedingt einrechnen, um später nicht auf Ausrüstungserneuerungen verzichten zu müssen. Größere Unternehmen haben spezielle Sicherheitsbeauftragte, die kontinuierlich mit der Kontrolle der Ausrüstung betraut sind. Derartige Dienstleistungen können auch von unabhängigen Experten übernommen werden, was gerade für kleinere Firmen von Interesse ist.

 

Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Thema und darf keinesfalls unterschätzt werden. Das gilt sowohl für Arbeitgeber, als auch für Arbeitnehmer. Für letztere bieten sich regelmäßige Schulungen und Auffrischungskurse für den Umgang mit Maschinen, Geräten und Gefahrenstoffe an. Ersparen können sich beide Seiten dann den einen oder anderen Gang zum Arbeitsrechtanwalt.

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